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Sonderpreis der 1. Leipziger Lerche für kolumbianisches Friedenslied

Aktualisiert: 17. Jan.


"Für den Krieg rein gar nichts"

Ich habe mich riesig über den Sonderpreis der 1. Leipziger Lerche für meine Bearbeitung des kolumbianischen Friedensliedes "Para la guerra nada" von Marta Gómez gefreut!

Marta Gómez hat dieses wundervolle Lied vor knapp 10 Jahren der Welt als potenzielles Gemeinschaftsprojekt geschenkt.

Das war zwei Jahre vor dem Friedensvertrag in Kolumbien, in dem beschlossen wurde, dass alle Beteiligten die Waffen niederlegen und mit dem Wahnsinn einfach aufhören sollen. Überhaupt keine leichte Reise!

Aber wahrscheinlich die einzige, die längerfristig Sinn macht ...


Folgende Worte hat Marta Gómez damals im Teatro Santo Domingo (Bogotá) gesagt, bevor sie das Lied sang:

„Ich glaube, dass die Welt tatsächlich ganz anders aussehen würde, wenn wir jede Minute unserer Zeit, jedes bisschen unseres Gehirns und unseres Talents darauf verwenden würden, Dinge zu erfinden, die uns glücklicher machen, solche Sachen wie  Musik, neben vielen anderen. Aber Musik ist eine wirklich gute Art und Weise, um zu sagen, dass wir mit keinem Krieg einverstanden sind, unter keinem Vorwand, egal ob religiöse oder ideologische Vorwände dahinterstecken. Und da ich an die Kraft der Musik glaube, glaube ich, dass wir sie überall hinbringen müssen. Ich bin mit keinem Kulturboykott einverstanden, nirgendwo auf der Welt. Denn dort wo Krieg herrscht, braucht man die Musik noch viel mehr, wir müssen für die Menschen singen, für diejenigen, die unter dem Krieg leiden, genauso wie für die, die den Krieg verursachen. Wir müssen für die Menschen singen, wir müssen Musik und Kunst in all diese Gebiete tragen, nach Israel, nach Palästina genauso wie in jeden Ort Kolumbiens und in jeden Teil der Welt... Para la guerra nada... “ (Bogotá, Oktober 2014)

Margrit Jütte & Thomas Strauch
Margrit Jütte & Thomas Strauch / Foto: Daniel Friese

Und so teile ich meinen Preis voller Dankbarkeit mit Marta Gómez. Und mit Thomas Strauch, der seine anrührende deutschsprachige Version des Liedes in den kooperativen Wettbewerb "Leipziger Lerche - Musik und Zukunft" einbrachte. Denn nur dadurch konnte schließlich meine Version von "Für den Krieg rein gar nichts" entstehen, die Thomas und ich abschließend zum Festival für Musik und Zukunft (November2023) im Neuen Schauspiel Leipzig zusammen zum Klingen brachten.


Ich danke von ganzem Herzen Peggy Luck und dem Leipziger Liederszene e.V. für dieses wundervolle Lerche-Projekt und auch danke ich innigst allen Mitreisenden des letzten halben Jahres. Auf dieser gemeinsamen Reise (auf der es um so viel mehr ging als um Musik) dabei sein zu dürfen war für mich schon selbst DER Gewinn!


Ich widme diesen Preis all jenen Menschen, die auf ihre Weise am Frieden weben - ob mit Musik, Malerei, Tanz, Worten, Gedanken oder Gebeten...!

Mögen die hoffnungsvollen Flügelschläge der Lied-und-Zukunfts-Lerche gaaaaaaaaaaanz weite Kreise ziehen...


Margrit




Meine Version von "Für den Krieg rein gar nichts" (hier als Homerecording, eine Aufnahme in besserer Qualität ist in Arbeit):



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