Margrit Jütte, Dr. phil.

Jahrgang 1972, aufgewachsen in Leipzig, Mutter eines Schulkindes, aktuell im Leipziger Neuseenland lebend.
Nach meiner Berufsausbildung in Leipzig und dem Fall der Mauer stand mir die Welt offen: Ich holte mein Abitur nach, ging für neun Monate in die USA und studierte anschließend Ethnologie, Literatur und Medienwissenschaften in Leipzig, Marburg und Popayán (Kolumbien). Nebenher jobbte ich alles mögliche.
Auf einer längeren Südamerikareise verliebte ich mich in das Land Kolumbien mit seinen  zauberhaften Landschaften und lebendigen, herzoffenen Menschen. Ich blieb mehrere Jahre hier, um bei verschiedenen indigenen Völkern (v.a. den Cofán im amazonischen Tiefland und den Ingá/Camentsá in Sibundoy) zu leben und ethnographisch zu Themen wie Mythologie, Schamanismus und Ritual zu forschen. Ich reiste sehr viel, arbeitete aber auch als Dozentin an Universitäten und an einem Kulturinstitut. Bis heute verbinden mich enge freundschaftliche und inzwischen auch familiäre Beziehungen mit diesem wundervollen Land.

Im Jahr 2002 geriet ich in eine tiefe seelische Krise und trat eine lange innere Reise an. Die bisher vornehmlich akademische Herangehensweise an mein Fach erschien mir plötzlich hinfällig und das Interesse für den einzelnen Menschen als ganzheitliches Wesen rückte noch mehr als bisher in den Vordergrund. Als sowohl lebensrettend wie wegweisend erwies sich in jener Zeit meine Begegnung mit dem amerikanischen Psychologen Dr. E. Stephen Gallegos und der von ihm entwickelten Tiefenimagination (Deep Imagery) - einer tiefenpsychologisch fundierten Methode der aktiven Imaginationsarbeit, in der ich in der Zeit von 2003 bis 2011 schließlich selbst durch Steve Gallegos ausgebildet wurde.

 

Dennoch ging ich 2005 nochmals für zwei Jahre nach Kolumbien zurück: Mir wurde ein Forschungsstipendium angeboten, das mir einen weiteren, diesmal noch ausgedehnteren Aufenthalt im Amazonasgebiet ermöglichte, was ich gern annahm. Ich beschäftigte mich ausführlich mit dem kulturellen Kontext und der lokalen Ethik des schamanischen Gebrauches der psychoaktiven Pflanze Yajé/Ayahuasca bei den Cofán und schrieb auch meine Dissertation darüber. Aktuell halte ich gern Vorträge zu dieser Thematik. Auch nehme ich hin und wieder Lehraufträge an.

 

Eine ganz besonders große Freude und Erfüllung ist es mir heute jedoch, Menschen mit Hilfe der transformativen Kraft Innerer Bilder auf dem heilsamen Weg ihres inneren Wachstums liebevoll begleiten zu dürfen. Diese große abenteuerliche Reise, auf der auch ich mich nach wie vor befinde, ist zudem immer wieder Thema meiner kreativen Projekte.

  Mein Ausbildungsweg

- gelernte Facharbeiterin für Schreibtechnik

- Studium der Ethnologie, Literatur und

   Medienwissenschaften in Leipzig, Marburg und Popayán  (Kolumbien) mit

  Promotion in Kultur- und   Sozialanthropologie (2014, Philipps-Universität

  Marburg  bei Mark Münzel)

- Mehrere Jahre ethnographische Forschung bei verschiedenen indigenen Völkern

  in Südamerika (wie den  Ingá und Camentsá in den kolumbianischen Anden

  sowie  ganz besonders den A´i Cofán im Amazonasgebiet) zu den Themen

  traditionelle Medizin und Schamanismus, Mythologie, Religion und Ritual

- Ausgebildeter Guide für Deep Imagery (Tiefenimagination) nach und

  durch Dr. E. Stephen Gallegos, Institute for Visualization Research IIVR

- Reiki I nach Mikao Usui

                                                                                                                                                                      -  Heilpraktikerin für Psychotherapie i.A. (Institut Sven Krieger, Chemnitz)

 

 

Dankbar ...

Mit meiner Freundin der Schamanin Dona Asuncion Tisoy (Ingá), der ich 1996 zum ersten Mal begegnete und der ich von Herzen für ihre unermeßliche Güte und ihre Begleitung über all die Jahre danke.

Möge sie in Frieden ruhen!

Mit dem Cofán-curaca Don Alonso Salazar, der meine Forschungen ermöglichte und mir beibrachte, dass echte Weisheit eine stille Angelegenheit ist. Don Alonso hatte am gleichen Tag Geburtstag wie ich, was uns noch zusätzlich verband ... Putumayo, 2013.

Möge er in Frieden ruhen!

Mit alten Freunden in Puerto Asis, Putumayo / Kolumbien, von denen einige zu meiner großen Freude  inzwischen zu Filmstars avancierten (Trailer "Chaman el ultimo guerrero")


Mit Dr. Steve Gallegos (New Mexico/USA), der einst mein Leben rettete und dem ich unendlich dankbar bin für seine geniale Arbeit und all seine Liebe zu den Menschen  ...